Vorwort

Ganze 6,6% der Bevölkerung tun es regelmäßig. 5,8% der Bevölkerung haben es bereits getan. Und weitere 12,4% der Bevölkerung können sich vorstellen, es in den nächsten 12 Monaten einmal zu tun.

Die Rede ist natürlich von: Meditation.

Meditation erhält immer mehr Einzug in den Mainstream. Und so ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Zeitungen über Meditation schreiben und die Forschung zur Wirkung von Meditation in den letzten Jahre förmlich explodiert ist. Doch wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Allzu häufig wird Meditation als göttliches Allheilmittel beschrieben und der Meditation Wirkungen zugeschrieben, die bei weitem noch nicht bewiesen sind.

Im folgenden möchte ich mich daher der Wirkung der Meditation von zwei Seiten nähern. In einem persönlichen Artikel teile ich meine persönlichen Erfahrungen mit der Meditation. Und in einem weiteren Artikel nähere ich mich dem Thema von wissenschaftlicher Seite und gebe einen Einblick in die bisher tatsächlich bewiesenen Auswirkungen von Meditation. Auf dieser Seite findet ihr einen zusammengefassten Überblick der Auswirkungen je Betrachtungsweise.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Teil der Artikelserie
„Wirkung von Meditation“

Für alle, die sich schnell einen Überblick verschaffen wollen, sind die Erkenntnisse von beiden Artikeln hier übersichtlich dargestellt:

Wirkung von Meditation | Ein Überblick (diese Seite)

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Bereich 1: Verbesserung der Selbstregulierung

Die grundsätzliche Wirkung von Meditation ist eine verbesserte Selbstregulierung in folgenden Bereichen:

Aufmerksamkeit

Meditierende haben einen besseren Fokus und können sich besser konzentrieren.

emotionale Regulierung

Meditation führt zu mehr positiven und weniger negativen Gefühlen.

Selbstbewusstsein

Meditation führt zu einer neuen, übergeordneten Perspektive auf sich selbst.

Bereich 2: Positive Wirkung auf den Körper

Meditation wirkt sich nicht nur auf den mentalen Bereich, sondern auch unmittelbar auf den Körper aus.

Verbesserung der Körperfunktionen

Automatisch ablaufende körpereigene Prozesse werden gestärkt und ein besseres Bewusstsein für den eigenen Körper geschaffen

Wirkung im Gehirn

die Leistungsfähigkeit verschiedener Gehirnbereiche wird gestärkt – bei gleichzeitig verringertem Energiebedarf

Bereich 3: Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen

Meditation stärkt viele der für Verhaltensänderungen relevanten Prozesse. Verhaltensänderungen im Zusammenhang mit Meditation konnte bereits in folgenden Bereichen bewiesen werden:

Süchte und Abhängigkeiten

Das Rauchverlangen von Rauchern kann durch Meditation stark reduziert werden.

Stimmungsschwankungen

Meditation kann Stimmungsschwankungen und Depressionen lindern.

ADHS

Erste Studien zeigen auch bei ADHS eine positive Wirkung durch Meditation

Bereich 4: Verbesserungen bei Schülern und Studenten

Konfliktbewältigung

Bereits fünf Meditationseinheiten führen zu einer verbesserten Konfliktbewältigung.

Kreativität

Meditation stärkt die Gehirnbereiche, die auch für kreative Problemlösungen zuständig sind.

Depression

Auch bei Schülern können Depressionen durch regelmäßige Meditation deutlich gelindert werden.

Schulleistungen

Meditation wirkt sich positiv auf die Aufmerksamkeit, Intelligenz, Stimmungen und zuguter letzt: auch auf die Schulnoten aus.

Bereich 5: Veränderung von Altersprozessen

Veränderung der Gene

Erste Studien deuten darauf hin, dass Meditation Erbinformationen direkt beeinflusst – und Alterserscheinungen verlangsamt.

Wirkung im Gehirn

Meditation führt auch noch bei älteren Menschen zu deutlichen Veränderungen im Gehirn – und verlangsamt Degenerationsprozesse.

Meine persönlichen Erfahrungen

Bereich 1: langfristige Veränderungen

Meditation hat über die Jahre grundlegend einige Eigenschaften an mir verändert:

Ausgeglichenheit

Meditation hat zu einer größeren Ruhe und Ausgeglichenheit bei mir gesorgt.

weniger Gedanken

das Grundrauschen ist weniger geworden: ich habe weniger endlose Gedankenspiralen

Loslassen von Gedanken und Emotionen

von unschätzbarem Wert: ich habe gelernt, Gedanken und Emotionen loszulassen

Bereich 2: Wirkung nach jeder Meditation

Motivation

Häufig bin ich vor einer Meditation müde und schlapp – nach der Meditation sprudelt der Tatendrang nur so aus mir heraus.

Revitalisiert

Nach Meditationen fühle ich mich häufig revitalisiert, lebendiger und gleichzeitig ausgeglichener.

weniger Gedanken

Auch wenn meine Meditation teilweise sehr unruhig verlaufen – danach herrscht meist eine angenehme Stille im Kopf.