Hinweis: Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie: „Warum ich ab sofort ein Meditationstagebuch führe

wortwolke_meditationstagebuch_woche4Meditationstagebuch: Rückblick Woche 4

Diese Meditationswoche war wie die Vorwoche nicht die beste, dennoch bin ich zufrieden. Auch wenn unangenehme Meditationen dabei waren, gab es mindestens genauso viele Meditationen, die angenehm waren.

 

Was gibt es nennenswertes zu berichten?

Nahezu jede Meditation, egal ob angenehm oder unangenehm, hatte etwas gemeinsames: Ich fühlte mich danach in irgendeiner Form besser.
Dies ist gerade im Vergleich zur Vorwoche positiv zu bewerten.

Weiterhin ist diese Woche etwas variabler abgelaufen als die Vorwochen:

  • an Tag 3 hatte ich das Bedürfnis nach der 1. Meditationssitzung direkt eine 2. nachzuschieben…
    u.a. weil die 1. ziemlich unachtsam war; also meditierte ich zweimal hintereinander
  • an Tag 5 hatte ich keine Geduld sitzen zu bleiben… ich schwenkte daher auf 5 min. Sitzungen um
  • an Tag 7 wollte ich den Fokus erweitern und mich nicht nur auf den Atem fokussieren

Woran ich arbeiten kann: Ich hatte mir letzte Woche vorgenommen, wieder häufiger zweimal am Tag zu meditieren. Das konnte ich nicht erreichen. Daher werde ich das Ziel präzisieren und erst einmal niedrig anfangen:

Ich möchte die kommende (Meditations-)Woche min. an einem Tag zweimal meditieren.

Abseits davon ist der Dauerbrenner das Thema „Achtsamkeit im Alltag“. Anstatt immer wieder zu geloben, achtsamer zu sein, werde ich mir hierzu noch einmal konkrete Maßnahmen überlegen.

Meditationstagebuch: Tag 1

– Woche 4-

spazieren

Anker

ausgeglichener

Vor der Meditation

  • ich war gerade spazieren… und habe bewusst versucht, langsam zu gehen, möglichst viel wahrzunehmen und immer wieder sich des aktuellen Moments bewusst zu werden (d.h. achtsam zu sein)
  • der Spaziergang hat mir sehr gut getan, ich fühle mich belebt
  • davor habe ich jedoch etwas viel Kaffee getrunken, sodass ich eine Unruhe spüre (denke es kommt vom Kaffee)

Die Meditation

  • ich konnte immer wieder gut zum Atem zurückkehren… der Atem war ein guter, hilfreicher Anker
  • zusätzlich habe ich jedes Mal, wenn ich bemerkte, dass ich abschweife, kurz innegehalten und kurz den Fokus wieder auf meinen Körper und den Raum gelegt, um mich wieder in der Gegenwart zu verorten (ich hoffe, das macht Sinn)
  • die Anzahl der Ablenkungen war hoch, die Tiefe der Ablenkungen jedoch nicht… d.h. ich bin jedes mal relativ schnell wieder zurückgekommen

Nach Der Meditation

  • ich fühle mich klarer und ausgeglichener
  • meine Füße „bizzeln“ ein wenig, ich fühle mich dadurch lebendiger (vlt. durch die Lockerung der Füße aus dem Sitz eine wieder bessere Durchblutung?)

Tag:

26.02.2020, Mittwoch

}

Uhrzeit:

19:40

Dauer:

22 min (keinen Timer gestellt)

Ort:

WeWork, Stillraum

u

Meditationsart:

Zen

Meditationshaltung:

Viertel-Lotus: rechter Fuß auf dem linken Bein, Augen geöffnet

Meditationstagebuch: Tag 2

– Woche 4-

achtsam

versunken

unzufrieden

Vor der Meditation

  • ich fühle mich gut, der Tag war gut
  • ich habe etwas weniger Kaffee getrunken und war morgens sogar relativ achtsam (*juhu*)
  • auch auf der Arbeit hab ich ab & zu darauf geachtet, achtsam zu sein… so oder so, natürlich weiter ausbaufähig!

Die Meditation

  • ich hatte sehr viele Ablenkungen und bin nicht wirklich gut in die Meditation reingekommen
  • wenn ich achtsame Momente hatte, habe ich versucht daran anzuknüpfen und die Konzentration zu halten… das gelang ehrlicherweise aber nur ziemlich, ziemlich bescheiden
  • zu oft bin ich versunken und war inmitten des Geschehens, statt in der Beobachterrolle (ich dachte an die Arbeit, an ein Gespräch mit einer Kollegin, ans Essen etc.)
  • trotz allem habe ich immer wieder versucht, mich zu konzentrieren

Nach Der Meditation

  • ich bin unruhiger als vorher
  • gleichzeitig fühle ich mich klarer als vorher
  • und zu guter Letzt bin ich auch etwas unzufrieden

Tag:

27.02.2020, Donnerstag

}

Uhrzeit:

17:40

Dauer:

23 min (keinen Timer gestellt)

Ort:

WeWork, Fitnessraum

u

Meditationsart:

Zen

Meditationshaltung:

Halb-Lotus: linker Fuß auf dem rechten Bein, Augen geöffnet

Meditationstagebuch: Tag 3

– Woche 4-

ausgeglichen

besser

Tatendrang

Vor der Meditation

  • ich habe gute Laune und freue mich aufs Wochenende
  • ich fühle mich ausgeglichen
  • Achtsamkeit bisher: eher weniger

Die Meditation

  • diesmal habe ich zweimal hintereinander meditiert, und zwischendurch eine Gehmeditation gemacht
  • die erste Meditation hat mir gut getan, allerdings konnte ich mich nicht allzu gut konzentrieren
    • es ploppten ziemlich viele Themen auf
    • die Male, die ich mich konzentrieren konnte, waren jedoch gut
    • immer wieder poppte in mir die Frage auf: „Wer hat eigentlich gerade die Kontrolle“ (wenn ich meine Ablenkung bemerkte)
  • die zweite Meditation war etwas besser
    • ich genoss fast schon die Abwechslung zwischen Achtsamkeit, Unachtsamkeit, Achtsamkeit, Unachtsamkeit > es fühlte sich an wie ein Tanz
    • die Konzentration in der Meditation war deutlich besser
    • dennoch: auch diesmal war es nicht einfach den Fokus zu halten

Nach Der Meditation

  • ich fühlte mich bereits nach der ersten Meditation sehr, sehr gut… irgendwie sehr erfrisch und motiviert
  • nach der 2. Meditation fühle ich mich weiterhin gut, und irgendwie gewappnet für kommende Aufgaben, voller Tatendrang

Tag:

28.02.2020, Freitag

}

Uhrzeit:

17:50

Dauer:

20 + 17 min (keinen Timer gestellt)

Ort:

WeWork, Fitnessraum

u

Meditationsart:

Zen

Meditationshaltung:

Halb-Lotus: linker/rechter Fuß auf dem rechten/linken Bein, Augen geöffnet

Meditationstagebuch: Tag 4

– Woche 4-

Atem

Kontrollverlust

ausgeglichen

Vor der Meditation

  • ich bin diese Woche immer mal etwas aufgewühlt, so auch heute…
  • dennoch konnte ich phasenweise gut auf den Atem achten

Die Meditation

  • der Fokus in der Meditation war anfangs sehr gut, der Atem war sehr präsent
  • nach und nach ist die Konzentration jedoch zurückgegangen und ich wurde häufiger unachtsam
  • in der Regel konnte ich gut zum Atem zurückkommen, gerade gegen Ende hin verlor ich jedoch zunehmend die Kontrolle
  • es taten sich gedanklich immer mehr Baustellen auf: „Ich sitze schief“, „Warum habe ich mich eigentlich in der Situation so oder so verhalten?“, „war schon peinlich, dass ich mich so und so verhalten habe“ etc.

Nach Der Meditation

  • ich bin weniger aufgewühlt als zuvor und eher ausgeglichen
  • ich bin nicht unzufrieden, aber auch nicht 100% zufrieden mit der Meditation

Tag:

29.02.2020, Samstag

}

Uhrzeit:

11:15

Dauer:

27 min (keinen Timer gestellt)

Ort:

WeWork, Fitnessraum

u

Meditationsart:

Zen

Meditationshaltung:

Halb-Lotus: rechter Fuß auf dem linken Bein, Augen geöffnet

Meditationstagebuch: Tag 5

– Woche 4-

Montag

wenigLust

ausgeglichener

Vor der Meditation

  • gestern habe ich es versäumt zu meditieren… und zu allem Übel, ist heute ein richtiger MONTAG
  • d.h. ich hatte sehr wenig Lust heute auf die Arbeit zu gehen, bzw. generell wenig Lust auf den Tag insgesamt (wäre lieber im Bett geblieben)
  • entsprechend wenig (sehr sehr wenig) Lust hatte ich heute auf die Meditation

Die Meditation

  • die Meditation verlief  (Achtung: Überraschung!): ziemlich unfokussiert; ich kam zwar immer mal wieder zum Atem, aber ich bemerkte häufig genug, wie wenig Lust ich gerade auf die Meditation hatte und wie sehr ich dadurch in Folge die Gedanken ziehen ließ
  • nach 12 min. entschloss ich mich daher, noch einmal ein fokussiertes 5 min. Interval hinterherzuschieben, um wenigstens für diese Zeit etwas fokussierter zu sein… daraus wurden dann 2x Intervalle
  • in diesen 10 min. konnte ich mich etwas besser fokussieren und relativ viel beobachten… ein kleiner Erfolg! (trotz aller Unachtsamkeit)

Nach Der Meditation

  • ich fühle mich irgendwie besser als vorher, etwas ausgeglichener
  • gleichzeitig bin ich auch nicht wütend oder genervt von der „misslungenen“ Meditationssitzung… manchmal hat man einfach keinen optimalen Tag…

Tag:

02.03.2020, Montag

}

Uhrzeit:

19:10

Dauer:

12 + 2×5 min (keinen Timer gestellt)

Ort:

WeWork, Fitnessraum

u

Meditationsart:

Zen

Meditationshaltung:

Halb-Lotus: linker Fuß auf dem rechten Bein, Augen geöffnet

Meditationstagebuch: Tag 6

– Woche 4-

besser

angenehm

besser

Vor der Meditation

  • heute bin ich schon wesentlich (!!!) besser drauf als gestern
  • dennoch: irgendwie ist mein Tagesablauf seit Tagen etwas durcheinander gekommen… Zeit, hier wieder Ordnung reinzubekommen (zur gleichen Zeit aufstehen, zur gleichen Zeit schlafen gehen, etc.)
  • den Tag über war ich so-la-la achtsam, eigentlich nur am Morgen auf dem Weg zur Arbeit, die Arbeit dann nahezu null

Die Meditation

  • die Meditation war sehr angenehm
  • ich konnte mich sehr gut auf den Atem fokussieren und die Atmung machte richtig Spaß mitzuerleben (die erfrischende kühle Luft, die durch die Nase dringt (hoffe das klingt nicht allzu komisch…))
  • das übliche Lied: natürlich kamen immer mal ablenkende Gedanken, aber diesmal konnte ich vermeiden, dass ich allzu tief versank- vielmehr gelang es mir immer zeitnah zum Atem zurückzukehren

Nach Der Meditation

  • ich fühle mich viel besser als vorher… ich fühle mich ziemlich vitalisiert und wesentlich präsenter als vorder Meditation
  • ehrlich gesagt bin ich auch erleichtert, dass diese Meditationssitzung wieder gut war… denn die gestrige hatte nun wirklich keinen Spaß gemacht…

Tag:

03.03.2020, Dienstag

}

Uhrzeit:

17:10

Dauer:

20 min (keinen Timer gestellt)

Ort:

WeWork, Fitnessraum

u

Meditationsart:

Zen

Meditationshaltung:

Halb-Lotus: rechter Fuß auf dem linken Bein, Augen geöffnet

Meditationstagebuch: Tag 7

– Woche 4-

ok

interessant

erholt

Vor der Meditation

  • ich fühle mich ok, der Tag war ruhig und ich bin ganz gut auf der Arbeit vorangekommen
  • auf dem Weg zur Arbeit war ich achtsam und den Rest des Tages wieder eher nicht

Die Meditation

  • heute bin ich die Meditation etwas lockerer angegangen
  • statt den Atem stark im Fokus zu haben, habe ich mich stärker auf alles konzentriert, was gerade in mir und außerhalb von mir passiert (Geräusche, Luft etc.); kam der Atem, habe ich natürlich auch diesen bewusst wahrgenommen
  • die Meditation war dadurch insgesamt gut und interessant, wobei ab und zu die Grenzen zwischen passivem Beobachtung und Aktivität verschwammen… eine Phase war besonders angenehm: eine Phase, in der fast alle Gedanken zum Erliegen kamen und nur noch die Wahrnehmung da war
  • Dennoch: ich werde diese Meditation erst einmal nicht vertiefen, um weiter den Fokus auf den Atem zu trainieren

Nach Der Meditation

  • ich fühle mich erholt und präsenter
  • zudem nehme ich auch meinen Körper bewusster wahr (meine Füße „bizzeln“)

Tag:

04.03.2020, Mittwoch

}

Uhrzeit:

17:30

Dauer:

19 min (keinen Timer gestellt)

Ort:

WeWork, Fitnessraum

u

Meditationsart:

Zen

Meditationshaltung:

Halb-Lotus: linker Fuß auf dem rechten Bein, Augen geöffnet