Hinweis: Dieser Artikel ist eine Ergänzung zu dem Artikel: „Buchrezension: Dhammapada

Einleitung

In der Buchrezension Dhammapada habe ich erwähnt, dass ich das Dhammapada mehrfach gelesen habe und es in eine für mich Sinn-ergebende Struktur bringen wollte. Das Ergebnis meiner Bemühungen findet ihr hier: Eine chronologische Zusammenfassung der Kapitel, mit Augenmerk auf die thematische Bündelung von Kapiteln in einer sinnvollen Weise. In diesem Sinne findet ihr mehrere thematische Abschnitte, die den ursprünglichen Inhalt wiedergeben, bereinigt von Wiederholungen und vermeintlich ablenkenden Passagen.

Wichtige Anmerkung: Ich habe das Werk mit größter Sorgfalt gelesen und immer wieder gelesen und das Ergebnis spiegelt meiner Meinung nach gut den Kern des Werkes wider. Sollte es wider Erwarten trotzdem zu Fehlinterpretationen oder Flüchtigkeitsfehlern gekommen sein, so bitte ich um Entschuldigung und um Hilfe, welche Passagen einer Überarbeitung bedürfen.

Lebe ein reines Leben voller Achtsamkeit! (Kapitel 1, 2, 3)

Bereits das erste Kapitel gibt meines Erachtens nach gut den Ton für die weiteren Kapitel an. Die Überschrift „Die Wahl“ ist Programm: Entweder man redet und handelt mit reinem Geist und setzt die richtigen Prioritäten in seinem Leben oder eben nicht. Während die erste Lebensweise zu Glück führt, führt die zweite Lebensweise unweigerlich zu Leid…

Was ist mit unreinem Geist gemeint? Der dritte und fünfte Vers drücken es ganz schön aus:

„Sieh, wie er mich beschimpft und geschlagen hat,
Wie er mich niedergeworfen hat und beraubt.“ Halte solche Gedanken fest,
und dein Hass kommt nie zur Ruhe. […]
Noch nie in dieser Welt
Hat Hass gestillt den Hass. […]

Diese Erkenntnis ist auch ein Ergebnis der Einsicht in die Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit und Unpersönlichkeit von allem (die man in der Vipassana Meditation erzielt). Abseits des „unreinen Geistes“ legt Buddha auch einen Fokus auf den richtigen Lebenswandel. Beides ist notwendig, um die Wirklichkeit richtig wahrnehmen zu können und nicht von Leidenschaften (Verlangen, Gier) überwältigt zu werden.

Im zweiten Kapitel „Die Achtsamkeit“ wird klar, wie Buddha sich die Verwirklichung dieses rechten Lebenswandels vorstellt: Mit Achtsamkeit. Achtsamkeit ist die Grundlage von allem und führt in letzter Instanz zum vollständigen Erlöschen von Verlangen, Abneigung und Unwissenheit und damit zum Überwinden des Daseinskreislaufs (ständige Wiedergeburten). Und das ist Buddha zufolge letztlich wahres Glück. Um das zu erzielen, muss man sich unentwegt in der Meditation üben und darüber hinaus sittlich, wohlbedacht und selbstbezähmt leben. Das Objekt der Achtsamkeit ist „Der Geist“ (Kapitel 3). Buddha geht darauf ein, dass der Geist unser größter Feind oder bester Freund sein kann. Er beschreibt, wie der Geist stets nach Belieben wandert und ständig zappelt. Umso wichtiger ist es, den Geist zu behüten und zu bändigen. Nur wenn man dies realisiert, kann Einsicht reifen.

 

 

Über den rechten Lebenswandel und Tore, Weise und Heilige (Kapitel 4, 5, 6, 7, 8)

Nach diesen einführenden Kapiteln folgt eine Präzisierung des rechten Lebenswandels und eine Beschreibung der Eigenschaften von Toren, Weisen und Heiligen. Der rechte Lebenswandel vermeidet das Verlangen nach angenehmen Erfahrungen in allen Bereichen, denn Verlangen jedweder Art sorge dafür, dass man nur immer mehr verlange und seine Sinne nie stillen können werde. Daher sei es ratsam sittlich zu leben, in Achtsamkeit zu verweilen und rechte Erkenntnis zu entwickeln.

Die Unwissenden, die die Lehre nicht verstehen, werden ewig im Daseinskreislauf gefangen sein. Und die Tore, die üble Taten vollbringen, schaden sich im Endeffekt nur selbst… Denn jedes Handeln bringt die entsprechenden Folgen mit sich. Gutes folgt Gutem, wie Böses Bösem folgt.

Ein Weiser hat dagegen nebst Loslösung von allem Verlangen und der Verwirklichung von Einsicht seinen Geist in den sieben Faktoren des Erwachens entfaltet, d.h. er hat seine Achtsamkeit auf seinen Körper, seine Empfindungen, seinen Geist und die Geistesobjekte gerichtet, die Wirklichkeit erforscht und Energie, Begeisterung, Leichtigkeit, Sammlung und Gleichmut entwickelt. In Kapitel 7 „Der Heilige“ spricht Buddha ergänzend dazu, dass, wenn man am „Ziel“ angekommen ist, frei von allen Fesseln und Trieben sei. (die vier Fesseln: Verlangen, Abneigung, Anhaften an Regeln, Dogmatismus)

Buddha greift zur Verdeutlichung der Wichtigkeit seiner gesamten Lehre auf drastische Vergleiche zurück:

Besser als hundert Jahre zu leben,
Ohne Sittlichkeit und Geistesruhe,
Ist ein einziger Tag in Sittlichkeit verbracht
Und in der Vertiefung der Meditation.

Kapitel 8, Vers 111

 

Vermeide Gewalt und böse Taten (Kapitel 9 und 10)

In diesen Kapiteln greift Buddha die zuvor schon mehrfach angeklungene Verknüpfung von Tat und Folge auf.

Sein dringender Rat: Tue Gutes und vermeide Böses!

Denn: Tust du Böses, besteht die Gefahr, dass dein Geist Gefallen daran findet und du es immer wieder tust. Und da Tat und Folge miteinander verbunden sind, wirst du letztlich unweigerlich selbst daran leiden. So wie du auch davon profitieren wirst, wenn du Gutes getan hast. Buddha konkretisiert die böse Tat in Form von Gewalt und rät, sich selbst in anderen zu sehen und entsprechend zu handeln.  D.h. nicht zu töten und nicht zu verletzen. Alles andere führe nur zu Leid.

 

Vergänglichkeit und Verantwortung (Kapitel 11, 12, 13, 14)

In gefühlt allen Kapiteln des Dhammapada klingt die Vergänglichkeit des eigenen Körpers, Geistes und aller Erscheinungsformen an. Kapitel 11 wendet sich noch einmal in eindringlicher Drastik an den Leser und führt ihm vor Augen, wie töricht es sei, Sinnesfreuden, Wünschen und Gedanken nachzuhängen, wenn doch alles vergänglich sei:

Dieser Körper altert und ist so zerbrechlich,
Er ist eine Stätte aller Krankheiten,
Bald wird er verwesen und zerfallen,
Denn alles Leben hat ein Ende mit dem Tod.

Kapitel 11, Vers 148

Solange man lebt, sei es daher wichtig, sich mit der Lehre auseinanderzusetzen, ansonsten würde man es bitter bereuen:

Wer weder ein heiliges Leben geführt hat,
Noch in jungen Jahren Wohlstand geschaffen hat,
Der denkt dann später mit Wehklagen zurück,
Wenn sein Lebenspfeil dem Ziel entgegen eilt.

Kapitel 11, Vers 156

Jeder hat Verantwortung für sich selbst

Buddha hebt in diesem Zuge die Verantwortung eines jeden einzelnen hervor:

Nur wenn man sich selbst um sein eigenes Wohl bemühe, sich selbst bezähme und alles Unheilsame, Sittenlose und Unreine vermeide, werde man Reinheit erfahren. Und damit der eigenen Aufgabe der Befreiung gerecht werden. Buddha gesteht ein, dass das Ganze nicht einfach ist:

Das Unheilsame und Böse
Ist oft so leicht vollbracht;
Das Heilsame und Gute
Ist oft so schwer zu tun.

Kapitel 12, Vers 163

Die ganze Welt lebe in Blindheit und nur sehr wenige würden die Frucht des Stromeintritts erlangen. (Stromeintritt: erste der vier Stufen der Heiligkeit, Freiheit von den drei Fesseln: Ich-Glaube, Zweifel, Verhaftung an Regeln)

Oft würden Menschen in Ihrer Angst Zuflucht in den verschiedensten Dingen suchen… doch all diese Zuflucht bringt keinen endgültigen Frieden. Nur die Zuflucht zu Buddha, zum Dhamma (der Lehre) und zur Sangha (der Gemeinschaft der Übenden) in Kombination mit dem rechten Verständnis der vier edlen Wahrheiten und dem edlen achtfachen Pfad führt letztlich zur Befreiung von allem Leiden.

 

Wie man Glück erlangt und wie nicht (Kapitel 15, 16, 17, 18)

Die folgenden Kapitel drehen sich um das Thema „Glück“. Glück ist es, frei von Hass, Leid, Gier und jeglichem Verlangen und Anhaftung zu sein, selbst wenn alle um dich herum es nicht sind. Denn alles davon, in Kombination mit Leiden an den Daseinsgruppen sind die schlimmsten Dinge, die einem passieren können. (Mit Daseinsgruppen sind der Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Gedanken und das Bewusstsein gemeint.) Gesundheit, Zufriedenheit und Zuversicht sind tolle Dinge, wirkliches Glück ist jedoch der Frieden, den man nach Erlöschen von jeglichem Verlangen, Abneigung und Unwissenheit erfährt.

Immer wieder betont Buddha auch, dass es in diesem Zuge wichtig ist, den Umgang mit weisen und edlen Menschen zu suchen und Begegnungen mit Erwachten wertzuschätzen. Geht man jedoch Vergnügungen nach, wird man es früher oder später bereuen… denn aus allen „vergnüglichen Dingen“ erwächst irgendwann Schmerz und Angst. Man hängt sein Herz an etwas… und sobald man es verliert, wird man Schmerzen erleiden. Jedes Anhaften, egal ob an Angenehmem, an Zuneigung, Sinnlichkeit oder sogar dem Leben selbst, führt daher zwangsweise zu Schmerz und Angst.

Genauso sind Ärger und Stolz Fesseln, die wie alle anderen Fesseln und negativen Geisteszustände zu Leid führen und zu überwinden sind:

Mit Sanftheit überwinde den Ärger.

Mit Güte überwinde den Hass.

Mit Großzügigkeit überwinde die Selbstsucht.

Mit Wahrhaftigkeit überwinde die Lüge.

Kapitel 17, Vers 223

Nur wenn man sich stets und in allen Belangen (im Handeln, Reden und Denken) in Acht nimmt, kann man den Ärger überwinden und seinen Geist bezähmen. Auch im 18. Kapitel erinnert Buddha daran, sich von allen Verunreinigungen (im Großen und Ganzen: Verlangen, Abneigung, Unwissenheit) zu befreien und erweitert die Liste der vorherigen Kapitel um folgende Punkte:

Verunreinigung ist, die Lehren nicht zu üben, im Haushalt faul zu sein, das Äußere zu vernachlässigen, in der Arbeit unachtsam zu sein, untreu zu leben und selbstsüchtig zu geben.

Weiterhin mahnt er, sich auf sich selbst zu konzentrieren: Die Fehler anderer zu sehen ist immer leicht… wenn man sich jedoch nur darauf stürzt und diese Fehler anklagt, fördert man nur seine eigenen Unzulänglichkeiten.

 

Folge dem Weg (Kapitel 19, 20, 21)

Anschließend folgen Präzisierungen des Weges. Angefangen bei der Bildung von Gegensatzpaaren:

  • Nur weil man gut über die Lehre sprechen kann, ist man noch kein Bewahrer der Lehre
  • Wichtiger ist es, die Lehre tief zu verstehen und im Einklang mit ihr zu leben

Oder:

  • Nur weil man gut reden kann, gut aussieht und von guter Herkunft ist, ist man noch kein guter Mensch
  • Wichtiger ist es, sich von Hass zu befreien und weise zu leben.

Die wesentlichen Aspekte des Weges

Es folgt eine Anleitung und Zusammenfassung von den wesentlichen Aspekten des Weges: Der Achtfache Pfad steht über allen anderen Pfaden, so wie die höchste Wahrheit die vierfache Wahrheit ist. Außer diesem Weg gibt es keinen anderen Weg, der zum Verstehen, dem Entrinnen des Todes und dem Ende allen Leids führt. Zwar wird der Weg von allen Weisen verkündet, ihm folgen muss man jedoch selbst – über die Vertiefung der Meditation.

Ergebnis ist ein tiefes Verständnis elementarer Erkenntnisse:

  • Alle Daseinsgebilde sind vergänglich
  • Alle Daseinsgebilde sind leidvoll
  • Alle Dinge sind leer von einem Selbst

Um dorthin zu kommen, soll man sich rechtzeitig, als junger, gesunder und kräftiger Mensch auf den Weg machen, heilsam mit Körper, Geist und Rede handeln und sich in Sittlichkeit und Meditation üben, um das tiefe Verstehen zu fördern. Buddha betont:

  • Entweder du übst dich und wächst
  • Oder du übst nicht und verfällst

Als nächstes soll man darauf achten, sich von jeglichem Verlangen zu befreien. Wenn noch das Kleinste an Verlangen zwischen Mann und Frau vorhanden ist, solange ist das Herz und der Geist gebunden.

 

Letzte Warnung: Das Leben ist gefährlich

Und zu guter Letzt folgt noch eine beherzte Warnung:

Pläne machen bringt nichts! Das Leben ist gefährlich! Hängt man sich an Kinder und Besitz, wird der Tod einen plötzlich überraschen. Nichts und niemand kann einem Frieden und Zuflucht gewähren, wenn das Leben zu Ende geht. All das gilt es zu erkennen, entsprechend weise und sittlich zu leben und den Weg zur Befreiung zu finden. Zur Abrundung des Themenblocks gibt Buddha noch einige Tipps.

Auf ein kleines Glück zu verzichten, um ein größeres Glück zu erlangen, ist immer sinnvoll. Strebe danach ein Weiser zu werden:

  • Frei von Lebensgier und Ich-Geist
  • Frei von Ewigkeitsglauben und Nihilismus-Glauben
  • Frei von den sechs Sinnesorganen und Sinnesobjekten
  • Frei von Lust und Gier
  • Frei von Zweifeln und Unentschlossenheit

 

Nimm dich in Acht vor den Gefahren (Kapitel 22, 23, 24)

Der Weg zum Erwachen ist von vielerlei Gefahren gespickt. In Kapitel 22 geht es darum, wie man vom rechten Weg abkommt und auf den Pfad des Leidens kommt. Die üblichen Verdächtigen sind die Verleugnung von Wahrheit und der eigenen Taten, unheilsame Beziehungen und dem Anhaften an falschen Ansichten. Darüber hinaus ist es besonders leidvoll, sich als Mönch fehlerhaft zu verhalten:

So wird die Almosenspeise bei schlechtem Lebenswandel sehr großes Leid bringen, genauso wie das Leben eines Wander-Mönchs oder eines Entsagenden, wenn man den entsprechenden Lebenswandel nicht in der jeweiligen Ernsthaftigkeit vollziehe. Auch ist es gefährlich „faul und gefräßig“ zu sein und „mit einem Toren“ zu wandern.

Eine der größten Gefahren stellt jedoch das Verlangen dar. Wenn einen das Verlangen erst einmal bezwungen hat, wächst das Verlangen zu jeder Zeit und an jedem Ort ungebändigt an, wie Efeu. In der Konsequenz wird man:

  • voller Verlangen umherirren
  • den ungebändigt anwachsenden Sorgen ausgesetzt sein
  • und immer wieder Geburt und Verfall erleben

Denn viele erkennen nicht, dass wahre Fesseln nicht aus Strick, Holz oder Eisen bestehen, sondern in Wirklichkeit leidenschaftlichen Wünschen nach Juwelen, Gold, Kindern und Frauen entsprechen. Auch wenn diese Fesseln schwer zu lösen sind, gibt es einen Ausweg:

Man muss sich in aller Konsequenz von jeglichem Verlangen und Anhaften befreien, das Suchen und Verlangen nach Glück aufgeben, die Vergangenheit, Zukunft und sogar Gegenwart loslassen und der Welt entsagen. Wie das geht? Mit Achtsamkeit in Herz und Geist.

 

Von A- Z (Kapitel 25, 26)

Gesamtüberblick um das höchste Glück zu erreichen

Zum Schluss gibt es noch einmal einen Gesamtüberblick über alles Relevante, um das „höchste Glück“ zu erreichen. So ist es sinnvoll, alle Bereiche von einem selbst zu bezähmen:

  • Das Sehen, Hören, Riechen und Schmecken
  • Das Handeln, Reden und Denken.

Weiterhin soll man auf seine Hände, Füße und Körperhaltung achten. Im Umgang mit der Lehre gilt es, liebevoll von ihr zu sprechen, sich an ihr zu erfreuen und sie zu erforschen und nach ihr zu leben. Gaben soll man dankend annehmen und andere nicht um ihre Gaben beneiden. Nur wenn man so verfährt, schaffe man es die „Sammlung des Geistes zu verwirklichen“. In diesem Sinne gilt es, beim Körper und Geist zu verweilen, die Vergänglichkeit zu akzeptieren und in liebender Güte und voller Vertrauen zur Lehre Buddhas zu sein.

Wenn man sich schließlich von den fünf niederen (Ich-Glaube, Zweifel, Verhaftung an Regeln sinnliches Verlangen und Übelwollen) und fünf höheren Fesseln (Verlangen nach feinkörperlichen Erfahrungen, Verlangen nach geistigen Erfahrungen, Dünkel, Aufregung, Unwissenheit) gelöst hat und die fünf Fähigkeiten (Vertrauen, Energie, Achtsamkeit, Sammlung, Einsicht) verwirklicht hat, hat man das Ziel erreicht.

Um das zu erreichen ist es unabdinglich, sich in der Meditation zu vertiefen und achtsam zu sein. Als Frucht davon folgt Einsicht. Mit dieser Einsicht kann man sich besser in die Meditation vertiefen und noch mehr Einsicht gewinnen. So kommt man der Befreiung Stück für Stück näher. Hilfreich ist es, sich an einen einsamen Ort zu begeben, um Herz und Geist zu stillen und Einsicht zu erhalten.

 

Schritt-für-Schritt

Nach diesen Ausführungen folgt eine detailliertere fast schon Schritt-für-Schritt Anleitung, wie man am besten vorgehen soll:

Zunächst einmal soll man seine Sinnestore bezähmen, genügsam leben und die Ordens-Richtlinien befolgen. Auf seinem Weg sollte man sich edle Freunde suchen und friedvoll handeln, reden und denken. Wenn man sich stets anstrengt, selbst beobachtet, die Achtsamkeit fördert und Vertrauen zur Lehre Buddhas hat, wird man das höchste Glück erlangen. Im besten Fall fängt man mit seinen Bemühungen bereits als junger Mensch an.

Zum Schluss des Dhammapada gibt Buddha seine Definition eines Heiligen: Für ihn ist ein Heiliger jemand ohne Furcht, der sich von allen Trieben (sogar dem Verlangen nach Leben), Verunreinigungen, Anhaften, Fesseln und Leiden gelöst hat und rein und klar in der Vertiefung verweilt. Er lebt bescheiden und allein und handelt weise mit Körper, Rede und Geist, sorgsam darauf Acht gebend keine Lebewesen zu verletzen und sittlich zu leben. Er nimmt nichts von anderen und bleibt inmitten streitender, kämpfender, gieriger Menschen ruhig, friedvoll und losgelöst. Er weiß von seinen früheren Daseinsformen und hat das höchste Ziel verwirklicht.

 

Hinweis: Dieser Artikel ist eine Ergänzung zu dem Artikel „Buchrezension: Dhammapada„.
In dem Hauptartikel gibt es neben einer kurzen Zusammenfassung eine persönliche Einschätzung zu dem Dhammapada.