In Teil I des Themas kam ich zu dem Fazit, dass der Nutzen von Affirmationen wissenschaftlich weder belegt noch widerlegt werden kann. Nun möchte ich meine eigenen Schlüsse ziehen und euch daraufhin zeigen, wie man die besten Affirmationen baut und für sich nutzt. Denn trotz oder gerade wegen allen vorgebrachten Argumenten, denke ich, dass Affirmationen durchaus ihren Platz haben sollten.

Warum? Ganz einfach: Weil Sie an sich keinen Schaden anrichten sollten und vielmehr, und selbst wenn hierfür nur eine kleine Chance besteht: Viel Gutes bewirken können. Denn wie schädlich kann es schon sein, sich selbst etwas Positives zu sagen? Und das Tag für Tag? Häufig kommunizieren und behandeln wir uns selbst zu hart- warum nicht auch mal gut zu sich selbst sein?

Um das meiste aus Affirmationen rauszuholen, hier eine Anleitung, worauf es zu achten gilt. Und meine Affirmationen zur Inspiration 😉


Wie man sich gute Affirmationen baut

Wofür Affirmationen sich eignen:

Affirmationen eignen sich letztlich für alle Wünsche, die man hegt. Seien es, Ziele, die man bisher nicht erreicht hat oder Probleme, die man nicht loswird. Letztlich sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. ABER: Alles, was man sich selbst erzählt, sollte glaubhaft und realistisch bleiben. Denn ich kann mir noch so häufig erzählen, dass ich fliegen kann- dadurch werden mir (leider) keine Flügel wachsen. Dass ich mir dagegen wünsche, selbstbewusster, zielstrebiger zu sein und auch mehr Geld zu verdienen- all das kann durchaus realistisch sein.


Wie man Affirmationen richtig nutzt:

  • Positiv formulieren („Ich verstehe Zusammenhänge gut  und bin ein emotional intelligenter Mensch“ statt „Ich bin kein dummer Mensch“)
  • Visualisieren (sich bei der Affirmation vorstellen, dass man bereits erreicht hat, was man erreichen möchte)
  • Positive Gefühle erzeugen (sich über das Ergebnis freuen, das man in der Vorstellung bereits erreicht hat, oder während der Affirmation lächeln)

Welches Format sollten Affirmationen haben:

Hier gibt es die freie Auswahl. Man kann sich Affirmationen:

  • Laut vorsagen
  • Immer wieder aufschreiben
  • Aufnehmen und sich anhören

Wann sind Affirmationen am sinnvollsten?

Am sinnvollsten sind Affirmationen sowohl in den Morgen– als auch in den Abendstunden. (übrigens: analog zur Meditation) Begründung: Hier ist das Unterbewusstsein am aufnahmefähigsten. Eine regelmäßige, d.h. tägliche Übung macht hier am Meisten Sinn.


Meine Affirmationen:

Da ich, wie viele Menschen, den Weg des geringsten Widerstands bevorzuge, habe ich meine Affirmationen als mp3 aufgenommen und höre mir diese morgens nach dem Aufwachen und Abends, vor dem Schlafen gehen an. Folgende Affirmationen habe ich aufgenommen:

  • Ich bin ein toller Mensch
  • Mein Mitgefühl ist groß und ich mag und vertraue Menschen
  • …Und Menschen mögen und vertrauen mir
  • Ich erreiche die Dinge die ich mir vornehme
  • Ich bin gesund, stark und erfolgreich
  • Es ist immer schön, mich zu sehen
  • Ich bin erfolgreich im Leben
  • Ich bin eigenständig und verdiene genug Geld im Leben.
  • Ich brauche mir keine Sorgen zu machen und genieße das Leben in vollen Zügen
  • Ich reise um die Welt und erkunde viele verschiedene Kulturen
  • Für meine Freunde und Familie bin ich immer da. Und sie sind für mich da
  • Meine Beziehungen sind warm und vertrauensvoll
  • Ich weiß, dass es vielen Menschen nicht so gut geht wie mir
  • Ich helfe diesen Menschen, indem ich spende, eigene Spendenprojekte aufsetze und mich in der Politik engagiere
  • Die Menschen vertrauen mir und ich habe eine Vision, wie es den Menschen in Deutschland und auf der Welt besser gehen kann
  • Ich bin stolz auf das was ich leiste und strahle voller Glück und Selbstvertrauen

Affirmationen sind alles- oder etwa nicht?

Mein Ziel des Artikels war es sachlich und persönlich darzustellen, wie man Affirmationen betrachten kann. Ich sehe Affirmationen als sinnvolles Mittel an- aber eben nur als eines von vielen Mitteln, die einem im Leben helfen können.

Wie vieles im Leben werden Affirmationen für viele Menschen sehr sinnvoll sein, für manche dagegen eher weniger. Es lohnt immer ein Blick über den Tellerrand: Denn Meditation, Hypnose, Affirmationen, Gewohnheiten und noch so viele andere Methoden haben alle Ihre Daseinsberechtigung. Und jede Methode, die nur einen Menschen glücklich macht, hat Ihren Wert…