Buchrezension: Buddha

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Autor: Osamu Tezuka
Genre: Graphic Novel, Comic, Manga / Serie von 10 Bänden
Sprache: deutsch

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„Ein humanistisches Epos über das abenteuerliche Leben und Wirken des Begründers des Buddhismus, das ohne Zweifel zu einem der bedeutendsten Comicwerke der Gegenwart zählt- mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Eisner-Award.“

Art Spiegelman

Inhalt (Buchrückseite)

Am Fuße des Himalaja vor zirka 2.500 Jahren: Die Brahmanen stehen an der Spitze der Gesellschaft und beherrschen das Kastenwesen. Angehörige niederer Schichten kämpfen tagtäglich ums Überleben, so auch die beiden Jungen Chapra und Tatta, die in die Kriegswirren zweier Königreiche geraten ‒ aber auch die Zeit der Geburt des Fürstensohns Siddhartha Gautama miterleben.

Voller Fabulierlust widmet sich Osamu Tezuka dem Lebensweg des indischen Thronfolgers, der aus seiner Tradition ausbricht und nach langer spiritueller Suche zum Buddha, dem »Erwachten« wird.


Persönliche Einschätzung

Nur durch Zufall bin ich auf diese Mangaserie gestoßen. Der Name Osamu Tezuka war mir zuvor gänzlich unbekannt und doch fand ich das Konzept einen Manga über Buddhas Erwachen zu erschaffen, ziemlich interessant. Vielleicht könnte man ja so besonders jungen Lesern die buddhistische Lehre näher bringen? Doch bereits nach den ersten Seiten wird klar, dass dieser Manga eher für Erwachsene geeignet ist. Und zwar für Erwachsene, die sich gerne mitreißen und verzaubern lassen und gut unterhalten werden möchten.

Eine genaue Abbildung von Buddhas Geschichte sollte man nicht erwarten. Buddhas Geschichte wird erzählt, ausgeschmückt und mit übernatürlichen Phänomenen verziert. All das dient nicht nur der Erzählung der Geschichte, sondern auch dem Hervorheben von prinzipiellen Lektionen, und zwar

… dass Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit sind

… dass man auch mit dem Herzen denken sollte

… dass auch ein Tierleben viel wert ist

Aber keine Angst- von Dogmatismus und erhobenem Zeigefinger ist hier nichts zu spüren. Vielmehr steht der Spaß im Vordergrund und bei allem, was Buddhas Geschichte mit sich bringt, ist sie gewiss auch eines: eine schöne, berührende Geschichte.


Neues ausprobieren und Kennenlernen

Etwas Neues auszuprobieren und kennenzulernen stellt für mich immer wieder eine Herausforderung dar. Und dies obwohl allseits bekannt ist, wie positiv die Hirnforschung kontinuierliches Lernen erachtet.

Neues Ausprobieren- bspw. Kaffee
Neues Ausprobieren

Nur mit neuen Reizen auf unser Gehirn bilden sich neue neuronale Netze und das Gehirn wächst und entwickelt sich weiter. Und ohne neue Reize tritt eben das Gegenteil ein. Ganz getreu dem englischen Motto:

Use it or lose it.

Aber wie so oft im Leben klafft zwischen Theorie und Praxis doch ein großer Unterschied.

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Ziele setzen und erreichen im Leben- Und warum es so schwer ist

In meinem Artikel zur „Planbarkeit im Leben“ machte ich mir bereits Gedanken, inwieweit das Leben durchstrukturierbar und planbar ist. Oft setzte ich mir Ziele, die ich nicht erreichte und je stärker ich mich bemühte und auf Selbstdisziplin drängte, desto stärker war die Enttäuschung, wenn die Kraft und Disziplin dann doch nicht ausreichte. Die letztliche Einsicht des Artikels war, dass es manchmal gar nicht verkehrt ist, die Dinge auf sich beruhen zu lassen und sich nicht zwanghaft an seine Ziele zu klammern.  

Ziele setzen und erreichen
Ziele setzen

Auch wenn ich diesen grundsätzlich nicht verkehrten Ansichten nicht widersprechen möchte, so möchte ich das Thema nun dennoch von einer anderen Perspektive beleuchten. Die letzten Tage habe ich mich wieder verstärkt mit dem Thema „Ziele setzen und erreichen“ beschäftigt und interessante Einsichten gewonnen, die ich gerne mit euch teilen möchte.

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Atmung und Stress

Die Atmung ist zentral für unseren Körper und unser Wohlbefinden. In vielen Meditationen wird die Atmung als zentraler Beobachtungsgegenstand genutzt und als Bindeglied zwischen Körper und Seele gesehen. 1

tiefer Atem
tiefer Atem

Dem Atem in der Meditation zu folgen hat für mich etwas Beruhigendes und natürliches. Umso erstaunlicher ist für mich, wie wenig ich auf die richtige Atmung im Alltag achte- gerade in Stresssituationen.

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Innere (Un-) Ruhe und der Konsum von Drogen

Zuletzt spürte ich immer bewusster den gegenläufigen Zusammenhang zwischen innerer Ruhe und dem Konsum von Drogen. Bevor nun ein empörter Aufschrei durch meine Leserschaft geht und die Relevanz für einen selbst abgestritten wird: Gemeint sind mit Drogen auch und zu allererst der Konsum unserer Volksdroge Alkohol (wobei sich das sicherlich auch auf andere Substanzen übertragen ließe).

Konsum von Drogen bzw. Alkohol führt zu innerer Unruhe

Innere (Un-)Ruhe durch Drogen

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Das Ego und seine zahlreichen Bedürfnisse

Das Ego des Menschen

Das Ego des Menschen

Etwas, dass ich in letzter Zeit sehr stark an mir beobachtet habe, ist die Stärke meines Egos. Eine ernüchternde Feststellung, um ehrlich zu sein, da ich gehofft hatte, mit Meditation hier Abhilfe schaffen zu können. Aber wie dem auch sei- mein Ego ist stark. Und möchte gefüttert werden. In ganz vielen unterschiedlichen Situationen.

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Unreife der Menschen

Ein Thema, das mich die letzten Jahre sehr stark begleitet, ist die Reife der Menschen. Für mich ist Reife etwas, das sich im Verhalten, den Gedanken und Emotionen widerspiegelt.

Blüte als Symbol für Reife

Und oft bemerke ich, anhand dieser Faktoren, wie unreif Menschen sind. Wie fehlerhaft und teilweise kindisch das Verhalten von vielen Menschen ist. Und wie auch das Alter kein entscheidender Indikator ist, ob jemand reif oder weise ist. Eins sei dabei vorneweg gesagt: Ich nehme mich von diesen Beschreibungen nicht aus.

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Warum gibt es so viel Leid auf der Welt?

Ein Thema, zu dem ich schon öfter schreiben wollte, mich jedoch bisher nicht getraut habe, ist die Frage aller Fragen: Warum gibt es so viel Leid auf der Welt?

Leid

Leid

Warum sind wir (immer mal wieder) unglücklich, voller Sorgen, krank und müssen letztlich sterben? Die Frage lässt sich in unserer christlich geprägten Gesellschaft letztlich nicht stellen, ohne auch den Finger in Richtung Gott zu erheben- warum lässt du das zu? Wo du doch als barmherzig giltst und unser aller Bestes möchtest?

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Mit sich selbst sein

Etwas, das mir in letzter Zeit sehr schwerfällt, ist mit sich selbst sein.

Mit sich selbst sein

Mit sich selbst sein

Mit sich selbst sein im Sinne von „sein“ und „bewusst sein“ und als Gegenbegriff zum zwanghaften Aktivismus oder zwanghaftem Beschäftigungsdrang. Bemerkbar macht sich dies bei mir oft in Momenten, in denen ich mich nach einer erledigten Tätigkeit zufrieden auf mein Sofa setze und einen Moment des Innehaltens verdient hätte. Doch zu diesem Moment des Innehaltens, des bewussten Wahrnehmens und Seins kommt es nicht, denn oft drängt schon die Frage: „Und, was mache ich als nächstes?“

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Gedanken zur Vergänglichkeit und dem aktuellen Moment

Es sollte heute ein ganz normaler Tag werden. Ich hatte ihn bereits gestern lose geplant und wollte heute an dieser Planung anknüpfen. Doch als ich aufwachte, spürte ich mich nicht zentriert- geerdet- nicht im Tao. (die Ausdrücke lassen sich hier beliebig austauschen) Ich fühlte mich eher unruhig und hätte ich kein aktuelles Buch zur Hand, so wäre ich ratlos gewesen, was ich tun sollte. Nicht aus dem Grunde, dass ich keine Beschäftigung wüsste- nein, vielmehr weil ich nicht wusste, welche Beschäftigung mich wieder „erden“ würde und meine latente Unruhe ausgleichen würde.

Vergänglichkeit

Vergänglichkeit

Und so griff ich nach dem Buch und versuchte mich in seinen Inhalt zu vertiefen. Es gelang mir schwerlich und mir war bewusst, dass ich mein Problem der Unruhe nur vertagte und nach der Lektüre diese Unruhe mindestens genauso präsent wäre. Und so ergriff mich eine Idee- die Idee einmal wieder in die Kirche zu gehen. Erst sträubte ich mich, mein wohlbehütetes Bett zu verlassen und eine mir bis auf Weihnachten vollkommen fremde Institution aufzusuchen. Aber dennoch- ich wusste, ich brauchte etwas, um meine Unruhe zu zähmen und ich wusste genauso, dass ich in dieser Unruhe unmöglich meditieren könnte. Und so geschah es- ich ging in die Kirche.

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