Archiv für den Monat: November 2017

Mit sich selbst sein

Etwas, das mir in letzter Zeit sehr schwerfällt, ist mit sich selbst sein.

Mit sich selbst sein

Mit sich selbst sein

Mit sich selbst sein im Sinne von „sein“ und „bewusst sein“ und als Gegenbegriff zum zwanghaften Aktivismus oder zwanghaftem Beschäftigungsdrang. Bemerkbar macht sich dies bei mir oft in Momenten, in denen ich mich nach einer erledigten Tätigkeit zufrieden auf mein Sofa setze und einen Moment des Innehaltens verdient hätte. Doch zu diesem Moment des Innehaltens, des bewussten Wahrnehmens und Seins kommt es nicht, denn oft drängt schon die Frage: „Und, was mache ich als nächstes?“

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Gedanken zur Vergänglichkeit und dem aktuellen Moment

Es sollte heute ein ganz normaler Tag werden. Ich hatte ihn bereits gestern lose geplant und wollte heute an dieser Planung anknüpfen. Doch als ich aufwachte, spürte ich mich nicht zentriert- geerdet- nicht im Tao. (die Ausdrücke lassen sich hier beliebig austauschen) Ich fühlte mich eher unruhig und hätte ich kein aktuelles Buch zur Hand, so wäre ich ratlos gewesen, was ich tun sollte. Nicht aus dem Grunde, dass ich keine Beschäftigung wüsste- nein, vielmehr weil ich nicht wusste, welche Beschäftigung mich wieder „erden“ würde und meine latente Unruhe ausgleichen würde.

Vergänglichkeit

Vergänglichkeit

Und so griff ich nach dem Buch und versuchte mich in seinen Inhalt zu vertiefen. Es gelang mir schwerlich und mir war bewusst, dass ich mein Problem der Unruhe nur vertagte und nach der Lektüre diese Unruhe mindestens genauso präsent wäre. Und so ergriff mich eine Idee- die Idee einmal wieder in die Kirche zu gehen. Erst sträubte ich mich, mein wohlbehütetes Bett zu verlassen und eine mir bis auf Weihnachten vollkommen fremde Institution aufzusuchen. Aber dennoch- ich wusste, ich brauchte etwas, um meine Unruhe zu zähmen und ich wusste genauso, dass ich in dieser Unruhe unmöglich meditieren könnte. Und so geschah es- ich ging in die Kirche.

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